1888
Hayung und Ida Hoffrogge bauten 1888 - im Dreikaiserjahr
- ihr erstes Haus auf Langeoog. Von Anfang an wurden Betten für
Gäste vermietet.
1902
Zur Badesaison 1902, eröffnete Johann Hoffrogge,
Großvater des jetzigen Inhabers Gerriet Hoffrogge, einen Babier-
und Frisiersalon auf Langeoog. Obwohl die Insel damals für
eine Existenzgründung nicht geeignet schien, entschloss
er sich zu diesem Schritt, weil weitsichtige Zeitgenossen damals
eine günstige Entwicklung des Badebetriebs vorhersahen.
Während der Saison wurde ein Friseur dringend benötigt
und im Winter bot die Bautätigkeit auf der Insel Arbeitsplätze.
Der frühere Gemeindevorsteher Broers stellte
in seinem Haus - dem heutigen "Haus zur Post" - ein
Zimmer für die Babierstube zur Verfügung. Zwei Jahre
später zog Johann Hoffrogge mit dem Geschäft in das
elterliche Haus um, das wieder 2 Jahre darauf vergrößert
wurde. Lauben wurden in Veranden umgebaut, die als Verkaufsraum
dienten. Das Haus war 1888 erbaut worden.
1910
1910 musste der Salon erneut erweitert werden,
ein größerer Herren- und ein Damensalon entstanden. Schon
damals wurden im Sommer Saisonkräfte beschäftigt. Das
Haus wurde auf 4 Fremdenzimmer mit 8 Betten ausgebaut. Ab 1914
wurde den Gästen ein Frühstück angeboten, 1918
folge die erste Vollpension.
Johann Hoffrogge interessierte sich für
alle Belange der Insel, insbesondere den Badebetrieb, übernahm
z.B. auf Vorschlag des Gemeindevorstehers Jakob Pauls 1910 die
Geschäftsführung des Verkehrsbüros. Die positive
Entwicklung wurde durch den ersten Weltkrieg jäh unterbrochen.
1923
Erst Mitte der 20er Jahre entwickelte sich die
Wirtschaftslage wieder günstiger und es zahlte sich aus,
dass Johann Hoffrogge 1923, obwohl dazu aufgefordert, verzichtet
hatte, sich als Gemeindevorsteher zur Wahl zu stellen. So konnte
er sich ganz dem Geschäft widmen, das noch mal erweitert
und modernisiert wurde. Nach der Rezession Anfang der 30er belebte
sich das Geschäft dann ab 1933 wieder, allerdings wieder
durch einen Weltkrieg gestoppt.
1945
Da durch Krieg und Währungsreform alle
Reserven verloren gegangen waren, war eine selbständige
Existenzgrundlage ohne die Vermietung damals nicht möglich.
Nach dem ersten Weltkrieg war Gesine Hoffrogge, geb. Kuper, die
Johann Hoffrogge 1908 geheiratet hatte, eine der ersten Pensionswirtinnen,
die Vollverpflegung für die Gäste anbot, was sie bis
zur Übernahme des Geschäftes durch Sohn Heinrich Hoffrogge
und seine Frau Elisabeth, geb. Dürr, im Jahre 1956,
beibehielt.
1957
1957 wurde das Pensionshaus und der Frisiersalon
durch einen größeren Umbau modernisiert. Der Damensalon
hatte jetzt 10 Plätze (!). Die Kinder Hilke und Gerriet
Hoffrogge arbeiteten nach der Ausbildung im elterlichen Betrieb.
Heinrich Hoffrogge war einer der Retter der DGzRS, die in einer
dramatischen Rettungsaktion 1942 die Besatzung des Schiffes ,V.B.2001’
vor dem Tod im Eis vor Langeoog bewahrte.
1975
3 Jahre nach seiner Meisterprüfung übernahmen
Gerriet Hoffrogge und Frau Christiane 1972 das elterliche Geschäft
1975 auch das Pensionshaus.
1980 wurde es von Grund auf erneuert und modernisiert,
aus den Zimmern mit Frühstück wurden Appartements.
Im Sommer wurden bis zu 6 Mitarbeiterinnen im Salon und der Parfümerie
beschäftigt.
1990
1990 wurde der Verkaufsbereich verkleinert,
1996 die Parfümerie aufgegeben und der Salon auf 4 Bedienplätze
zurückgebaut. Dadurch entstanden 2 neue Ladengeschäfte
("Tee und Tradition" - Fa. Kämper und das "Wellnessstudio" -
Fr. Diddrich)
Im kleineren Salon sind Christiane und Gerriet
Hoffrogge, zusammen mit einer Aushilfe, weiterhin für ihre
Kundschaft da. Und das soll so bleiben, freut sich das Ehepaar
Hoffrogge doch schon auf das Jubiläum 2013. Dann wird der
Frisiersalon Hoffrogge 111 Jahre alt.
2002
Der 100. Geburtstag des Salons wurde groß gefeiert,
wozu Familie Hoffrogge ihre Kundschaft und alle, die sich verbunden
fühlen zu einem fröhlichen Umtrunk eingeladen hatte.
Das soziale Engagement der Hoffrogges zeigt
sich u.a. darin, dass sie statt Geschenken um Spenden für
die gemeinnützigen Einrichtungen aufgerufen haben, für
die sie sich auch persönlich engagieren, z.B. den Förderverein
Seniorenwohnheim für Langeoog.
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